Lebensraum Schule - Schüler:innen gestalten ihre Schule
Partizipationsprojekt für Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern
Projektidee
Die Schüler:innen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Es ist ihr Arbeitsplatz ebenso, wie ein wesentlicher Lebensraum, in dem soziale Interaktion erlebt wird.
- Wer sich in seinem Lebensraum wohl fühlt, lernt leichter und besser. Das Projekt ist dazu gedacht, nachhaltig die Eigenverantwortung für den Lebensraum Schule zu fördern.
- In speziellen Zukunftswerkstätten werden die Schüler:innen das Projekt entwickeln und in eigenen Projekttagen bzw. fächerspezifischen Projekten aktiv an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes mitarbeiten,
- Das gemeinsame Projekt stärkt uns alle in der Schulgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und Selbstwirksamkeit hautnah erfahren.
Warum? Persönliche Erfahrung zu solchen Projekten
Die Erfahrung aus vielen Partizipationsprojekten, die wir im Rahmen unserer beruflichen Tätigkeit in der Partizipation und Demokratiebildung gemacht haben, zeigt, dass Mitbestimmung, Erleben von Selbstwirksamkeit und soziale Interaktion die gemeinsame Verantwortung für den eigenen Lebensraum stärkt, Kinder und Jugendliche stark macht und ihen die Möglichkeit gibt, ernst genommen zu werden und das ist genau das, was wir uns für unsere Kinder und ihre Zukunft wünschen.
Projektorganisation
Projekt-Kooperationen
- Team – Lehrer:innen, EV zur Projektdurchführung und Arbeit mit den Schüler:innen (Peers)
- Schüler:innen – Planung, Ideenfindung, Kommunikation
- Lehrer:innen und Eltern – Projektlenkung und Ermöglichung der Umsetzung
Öffentlichkeitswirksamkeit
Veröffentlichung aktueller Projekt-Infos
öffentliche Online-Umfrage zur Beteiligung der Schüler:innen
Projekt-Berichterstattung auf sozialen Kanälen und in Printmedien (z. B. Bezirkszeitung, etc.)
Projekt-Präsentationen im öffentlichen Raum (z. B. im Rahmen von Bezirksveranstaltungen, etc.)
Projektziel
- niederschwelliger Zugang und Einbindung aller Schüler:innen
- Sensibilisierung für gesellschaftliches und soziales Engagement
- Kennenlernen demokratischer Entscheidungsprozesse
- Empowerment – Jugendliche darin stärken, sich für die Umsetzung ihrer Interessen einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen
Projektziel und pädagogischer Hintergrund
Nach allen pädagogisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen hängt der Lernerfolg wesentlich damit zusammen, ob das Umfeld und die soziale Interaktion im Lernraum förderlich erlebt wird. Der Lebensraum Schule ist prägend für die Persönlichkeitsentwicklung. Eigenverantwortung hängt wesentlich von der persönlichen Identifikation ab.
Vor allem die Erfahrungen der letzten Jahre hat uns gezeigt, dass hier Handlungsmöglichkeiten bestehen, denn Vandalismus z.B. ist eben auch ein Ausdruck dafür, dass keine Identifikation erlebt wird und deshalb auch keine Verantwortung für das Umfeld übernommen wird. Sozial inadäquates Verhalten, im Sinne von Vandalismus und Zerstörung des gemeinsamen Lebensraums wird von allen regsignierend geduldet. Von Vielen wird nach mehr Kontrolle, rigideren Maßnahmen gerufen. Überwachen und strafen ist allerdings ein adäquates Konzept um den Lebensraum noch unattraktiver zu machen und verstärkt die Ursachen – auch das ist wissenschaftlich bestens erforscht.
Sobald den Kinder und Jugendlichen allerdings ist die Möglichkeit geboten wird, selbstwirksam ihren Lebensraum nach ihren Vorstellungen zu gestalten, ist Vandalismus nicht mehr egal und eben nicht mehr „cool“. Das soziale Umfeld spiegelt, verstärkt oder korrigiert die Wahrnehmung des eignen Verhaltens. Darauf zielt die Stärkung des Sinnes für gemeinschaftliche Verantwortung ab. Disziplinäre Maßnahmen sind dadurch nur mehr ein letztes Mittel. Gelingen kann das, wenn die Schulgemeinschaft insgesamt in diesem Projekt zusammenarbeitet.
Projektstruktur im Überblick
Phase 1: Vorbereitung
Projektplanung mit einem Projektsteuerungsteam (Schüler:innen, Eltern, Lehrer:innen)
- Ziele und Rahmenbedingungen klären
- Termine fixieren
- Kommunikationswege installieren (wie können Informationen verteilt werden?)
Phase 2: Bis zur ersten Zukunftswerkstatt
- Vorstellung des Projekts in allen Klassen (KVs), Infoveranstaltung für Lehrer:innen, Eltern, Schüler:innen
- Delegiertenwahl (aus jeder Klasse werden Delegierte gewählt, die im Projekt eine wesentliche Rolle zur Kommunikation mit den Klassenübernehmen)
Phase 3:
- Zukunftswerkstätten: in mindestens 3 Zukunftswerkstätten werden Ideen entwickelt und konkretisiert
- Brainstorming (Welche Bedürfnisse haben wir?) bis zur konkreten Planung (Was brauchen wir, wie geht´s, wer kann helfen?)
- Abstimmung, welche Ideen wollen, können wir umsetzen? Onlineabstimmung
Die Zukunftswerkstätten finden jeweils am Freitag von 14:00 bis 15:30 im Festsaal statt.
Freitag 6.3. Zukunftswerkstatt 1:
Sammeln von Ideen und Wünschen zum Thema gemeinsamer Lebensraum Schule.
- Welche Ideen haben wir für unseren Lebensraum?
- Was wünschen wir uns?
- Welche Bedürfnisse haben jüngere, ältere Schüler:innen, unterscheiden sich die Wünsche?
- Online Abstimmung vorbereiten
Freitag 20.3. Zukunftswerkstatt 2:
Ergebnisse der Online Abstimmung auswerten
- Ideen konkretisieren,
- Machbarkeit überprüfen, auswählen und für die
Freitag 22.5. Zukunftswerkstatt3:
Umsetzung der Ideen planen und vorbereiten
- Was brauchen wir?
- Wer kann bei der Umsetzung helfen?
- Wann und wie können wir die Dinge umsetzen?
Phase 4:
- Unterstützer und Fachleute suchen, die in der Umsetzung aktiv tätig werden können (Eltern, die spezielle Fähigkeiten haben, Fördergeber, die das Projekt finanziell unterstützen können)
Phase 5:
- Je nach Erfordernis werden die Ideen in Projekttagen, Unterricht, Bautagen umgesetzt.
- Präsentation der Ergebnisse in der Schule und nach außen (der Erfolg muss für die Schüler:innen erlebebar sein, dadurch wird die Identifikation wesentlich gestärkt).
